Laminat: Vor- und Nachteile im Vergleich zu Parkett und Vinyl

Laminatboden erfreut sich nicht zu unrecht großer Beliebtheit. Unser Artikel mit den Vor- und Nachteilen von Laminat, auch im Vergleich zu Alternativen, hilft Ihnen bei der Auswahl des richtigen Bodenbelags.

Vorteile

Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Preis ist wohl das stärkste Argument für einen Laminatboden. Die Preise starten bei ca. 3€ pro qm, gute Qualität bekommt man bereits ab ca. 10€. Besonders hochwertige Laminatböden liegen bei ca. 20-25€ pro qm. Bei Parkett- und Vinyl fangen hier die Preise meist erst an.

Große Auswahl

Laminat gibt es in einer Vielzahl an Optiken: Klassische oder rustikale Holzdekore, weiße oder besonders dunkle Farben, Stein-Nachbildung oder Muster. Auch bei den Formaten ist die Auswahl groß und reicht von breiten Fliesen und Platten, über klassische Dielen bis hin zu besonders langen Landhausdielen.

Einfach zu verlegen

Durch den Aufbau von Laminat aus HDF entsteht eine einfache und sichere Klickverbindung. Außerdem können Laminatpaneele im Herstellungsprozess extrem präzise gefertigt werden und passen daher perfekt zusammen. Bei Klick-Parkett ist das beispielweise nicht immer der Fall. Das macht die Verlegung sehr einfach. 

Kein Perfekt ebener Untergrund benötigt

Für einen neuen Boden muss der Untergrund grundsätzlich eben sein. Leichte Unebenheiten bis circa 3 mm lassen sich bei einem Laminatboden allerdings ausgleichen, indem eine dicke Trittschalldämmung verwendet wird. Bei einem Vinylboden ist das nicht möglich, hier darf nur eine sehr dünne Trittschalldämmung verwendet werden. Auf Dauer gibt der weichere Vinyl sonst nach und bricht auf.

Kunststofffreie Optik und Haptik

Auch wenn ein Laminat nicht an ein Parkett aus echtem Holz herankommt, wirkt es natürlicher als ein vergleichbarer Vinylboden. Das liegt insbesondere daran, dass das Dekor nicht aus Kunststoff ist. Wer tiefer in die Tasche greift, bekommt mittlerweile allerdings auch sehr natürlich wirkende Vinylböden.

Nachteile

Empfindlich gegen Feuchtigkeit

Die größte Schwäche von Laminat ist seine Anfälligkeit für Wasser- und Feuchtigkeitsschäden. Daher eignet es sich nicht zur Verlegung in Bädern und empfiehlt sich auch nicht für stark belasteten Bereiche wie Küchen oder Eingangsbereiche. Einige Hersteller bieten zwar Laminat mit verstärktem Feuchtigkeitsschutz, das bietet allerdings auch nur leichten zusätzlichen Schutz.

Aufarbeiten / Abschleifen nicht möglich

Ist ein Laminatboden erstmal beschädigt, kann er nicht mehr renoviert werden. Ein Parkettboden lässt sich hingegen abschleifen und neu versiegeln. Im Vergleich dazu ist Laminat weniger langlebig und nachhaltig. 

Fazit

Auch wenn immer mehr Menschen statt Laminat auf einen Vinylboden setzen, hat Laminat noch lange nicht ausgedient. Sowohl von der Optik als auch Verlege-Freundlichkeit, ist ein hochwertiges Laminat einem günstigen Vinyl- oder Parkettboden vorzuziehen. Wer seinen neuen Boden keinen zu starken Belastungen aussetzt, findet mit Laminat den Bodenbelag mit perfektem Preis-Leistungsverhältnis, der sich darüber hinaus noch leicht selbst verlegen lässt.