Laminat an Stahlzargen verlegen – So geht’s

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Laminat an Türzargen aus Metall sauber zu verlegen kann auf den ersten Blick ganz schön schwierig erscheinen. Mit den richtigen Tricks und ein wenig handwerklichem Geschick gelingt es aber dennoch. In diesem Beitrag zeigen wir, wie es geht!

Inhaltsübersicht:

Deshalb sind Stahlzargen für Laminat ein Problem

Wer einen neuen Bodenbelag verlegt, stößt früher oder später auf eine Türzarge. Ist die Zarge aus Holz, lässt sie sich mit einer Handsäge oder einem Multifunktionswerkzeug* genau auf die Höhe des Bodenbelages kürzen. Das Laminat kann dann einfach unter die Türzarge geschoben werden, so dass ein sauberer Übergang entsteht. Bei einer Stahlzarge ist das nicht möglich. Zum einen lässt sich das Metall nicht präzise schneiden, zum anderen ist die Metallzarge nur sehr dünn, und dahinter in der Regel direkt das Mauerwerk. Das Laminat darf aber auch nicht bündig bis an die Zarge gelegt werden, da hier eine Dehnungsfuge.

Das Laminat mit einer Konturenlehre an die Metallzarge anpassen

Wer Laminat an einer Stahlzarge verlegen möchte hat also das Ziel, den Laminatboden möglichst präzise an die Zarge heranzulegen und dabei trotzdem eine gleichmäßige Dehnungsfuge einzuhalten. Je nach große des Raumes empfiehlt es sich hier eine Dehnungsfuge von 3-5 mm einzuplanen. Das ist genug, wenn an allen anderen Seiten des Raumes eine ausreichend große Dehnungsfuge von 8 mm oder mehr eingehalten wurde.
Um die Konturen der Stahlzarge auf den Laminatboden zu übertragen eignet sich am besten eine sogenannte Konturenlehre*. Dieses Werkzeug besteht aus zahlreichen feinen Lamellen, die beim Andrücken die Konturen der Zarge aufnehmen. Anschließend können diese auf das Laminat übertragen werden. Danach sollte die Linie nach außen hin noch um 2-4 mm verbreitert werden, um eine entsprechende Dehnungsfuge zu gewährleisten. Entlang dieser äußeren Linie wird das Laminat dann mit einer Stichsäge zugeschnitten. Hier ist es wichtig, ein scharfes und möglichst feines Blatt zu verwenden, dass sich außerdem für das Sägen von Kurven eignet. Wir können dafür zum Beispiel dieses Set von Bosch* empfehlen. Das Laminat lässt sich dann sauber mit einer schmalen Dehnungsfuge an die Zarge legen.
Grundsätzlich können die Konturen der Zarge auch mit präzisem Messen mit Zollstock und Bleistift aufs Laminat übertragen werden, eine Konturenlehre macht die Arbeit aber deutlich leichter.

Die Fuge zwischen Laminat und Stahlzarge verschließen

Im letzten Schritt muss nur noch die Dehnungsfuge kaschiert werden. Diese kann dafür mit verschiedenen Dichtstoffen verfugt werden. Am einfachsten ist es, den Spalt mit Acryl in Bodenfarbe* zu verfugen. Dieses wird einfach in die Dehnungsfuge gespritzt und dann abgezogen. Noch edler ist die Verwendung von Spritzkork*, da es dem natürlich Holz-Look des Laminats am nächsten kommt. Dieses wird in den Spalt gespritzt und kann anschließend mit einem Spachtel geglättet werden.

Wie geht man bei Klickvinyl oder Parkett an Stahlzargen vor?

Bei einem Bodenbelag aus Parkett oder Vinyl ist die Vorgehensweise grundsätzlich die gleiche wie beim Laminatboden. Auch hier müssen die Konturen der Zarge genauso auf das Parkett/Vinyl übertragen werden. Bei Parkett sollte aber grundsätzlich eine etwas größere Dehnungsfuge von 6-8 mm eingeplant werden. Außerdem empfiehlt sich bei Parkett die Verwendung von Spritzkork anstelle von Acryl als Dichtmasse. Bei Vinyl sollte hingegen zwingend Acryl und kein Spritzkork verwenden werden.

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