Ausgleichsmasse nicht eben? So kannst du nacharbeiten!

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Du hast Ausgleichsmasse auf deinen Untergrund aufgetragen, aber diese ist nicht richtig eben geworden? Das kann durchaus häufig vorkommen. Was du jetzt tun kannst um die Ausgleichsmasse nacharbeiten zu können, erfährst du in diesem Beitrag!

Inhaltsübersicht:

Ursachen von unebener Ausgleichsmasse

Einen Fußboden mit selbstverlaufender Ausgleichsmasse, Fließspachtel bzw. Nivelliermasse zu ebnen ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussehen mag. Gerade Anfängern passiert es daher oftmals, dass das Ausgleichen schief läuft und der Untergrund trotz Auftrag des Fließspachtels noch uneben ist und Nacharbeiten notwendig sind. Folgende Gründe können dafür verantwortlich sein, dass der Boden trotz Ausgleichsmasse nicht eben wird:

  • Zu wenig Ausgleichsmasse: Oftmals wird unterschätzt, wieviel Ausgleichsmasse notwendig ist, um die Unebenheiten vollständig zu beseitigen. Bleibende Höhenunterschiede sind dann logischerweise die Folge. Ist die Masse zu dünn (weniger als 2mm) verläuft diese außerdem nicht mehr gut.
  • Zu schnelles Trocknen: Trocknet die Nivelliermasse zu schnell kann diese nicht richtig verlaufen, und die Oberfläche wird nicht richtig eben. Das ist der wohl häufigste Grund für unebene Ausgleichsmasse und passiert besonders dann, wenn der Untergrund nicht gut genug grundiert wurde und stark saugt, die Masse zu wenig Wasser enthält oder es sehr warm und sonnig ist.
  • Zu ungleichmäßige Verteilung: Es heißt zwar selbstverlaufende Ausgleichsmasse, das gilt aber nur bis zu einem bestimmten Grad. Wird der Fließspachtel nicht gleichmäßig verteilt sind Unebenheiten ebenfalls die Folge.

Um die Ausgleichsmasse nachzuarbeiten stehen dir zwei Wege zur Auswahl: Schleifen oder eine zusätzliche Schicht auftragen. Dazu im Folgenden mehr.

Die Ausgleichsmasse schleifen

Insbesondere wenn die Unebenheiten nur bestimmte kleinere Bereiche der Fläche betreffen und sind nicht über den ganzen Raum erstrecken, kannst du die zu viel aufgetragene Ausgleichsmasse abschleifen. Normales Schleifpapier ist dafür allerdings nicht geeignet. Stattdessen benötigst du einen Betonschleifer*, du kannst allerdings auch einen Winkelschleifer mit einem Diamant-Schleiftopf* verwenden. 

  • Markiere dir zuerst die Unebenheiten: Nutze eine Wasserwaage um zu ermitteln, an welchen Stellen der Boden zu hoch ist und geschliffen werden muss. Markiere dir die Stellen, in dem du sie z.B. mit einem Bleistift auf dem Boden markierst.
  • Schleife die Ausgleichsmasse ab. Dabei entsteht sehr viel Staub, verwende daher unbedingt eine Absaugung und achte auf entsprechende Schutzmaßnahmen wie Schutzbrille, Gehörschutz, Staubmaske, etc.
  • Prüfe zwischenzeitlich. Damit du nicht zu viel abschleifst solltest du regelmäßig mit der Wasserwaage prüfen, wieviel Material du noch abtragen musst.

Ausgleichsmasse ein 2. Mal auftragen

Die Alternative zum Schleifen der Ausgleichsmasse ist es, eine weitere Schicht Ausgleichsmasse auf der vorhandenen unebenen Schicht aufzubringen – Also nochmal von Vorne anzufangen. Das ist problemlos möglich. Mehr dazu erfährst du auch im Beitrag Ausgleichsmasse auf Ausgleichsmasse. Damit der 2. Auftrag besser gelingt solltest du die folgenden Punkte unbedingt berücksichtigen:

  • Spare nicht beim Material. Wie du die richtige Menge Nivelliermasse berechnen kannst erfährst du in einem eigenen Beitrag.
  • Verteile die Masse so gut wie möglich. Markiere gegebenenfalls wo Vertiefungen sind und trage dort bereits etwas mehr Masse auf. Verteile die Masse außerdem gleichmäßig mit einem Schmetterlingsspachtel oder einer Bodenlegerkelle*.
  • Grundiere den Untergrund satt und mindestens zwei Mal. So regulierst du das Saufverhalten und verhinderst, dass der Fließspachtel zu schnell trocknet.
  • Gebe etwas mehr Wasser zur Masse hinzu. Mische den Spachtel etwas viskoser an, als laut Herstellervorgaben, so verläuft dieser besser und trocknet nicht so schnell. 10-15% mehr Wasser sind meiner Erfahrung nach empfehlenswert. 
  • Vermeide Wärme und Sonne. Damit die Masse nicht zu schnell trocknet solltest du nicht in der sommerlichen Nachmittagshitze arbeiten und direkte Sonneneinstrahlung auf die  Fläche vermeiden. 
Hier hat die Menge an Ausgleichsmasse nicht gereicht, um die Rohrleitung im Boden vollständig zu bedecken. Der Boden ist hier uneben und ein 2. Auftrag unabdingbar.

Die Ausgleichsmasse 2 Mal aufzutragen ist die sauberste und beste Lösung, kostet aber auch mehr und bedeutet meistens mehr Aufwand als das Schleifen. Den Staub, der beim Schleifen der Nivelliermasse entsteht, solltest du allerdings ebenfalls nicht unterschätzen. Welche Lösung zum Nacharbeiten der Ausgleichsmasse die beste ist, lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern hängt jeweils davon ab, wie stark die Unebenheiten sind bzw. wie große die zu schleifende Fläche ist. Viel mehr als 5-6 qm abzuschleifen ist mit einer Betonfräse meist nicht empfehlenswert.

Zusammenfassung: Ausgleichsmasse nacharbeiten

Dass deine Ausgleichsmasse uneben geworden ist, ist ärgerlich, kommt aber durchaus häufig vor. In dem Fall gibt es zwei mögliche Lösungen: Entweder du schleifst die Ausgleichsmasse an den Stellen weg, an denen du zu viel aufgetragen hast. Mit einer Betonfräse gelingt dies bei einer kleinen Fläche recht leicht, erzeugt allerdings eine Menge Staub. Oder du fängst nochmal von vorne an und trägst ein 2. Mal Ausgleichsmasse auf. Achte dann darauf, dass du die Masse gut verteilst und diese nicht zu schnell trocknet, damit du Unebenheiten vermeidest.

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